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Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht?

Ein alter Spruch, der nie an Aktualität verliert. Insbesondere in herausfordernden Situationen sind wir zuerst bei uns, statt an andere zu denken. Altruismus? Kooperation ohne Eigennutz? Fehlanzeige.
Aber ist das wirklich so sinnvoll?

„Warum sollte ich jemandem etwas Gutes tun, der nichts für mich getan hat?“

What comes around goes around. Und das gilt auch und vordringlich für die Gefallen, die wir anderen tun. Wie fühlt es sich an, wenn wir jemandem geholfen haben? Gut, natürlich. Daran besteht wohl kein Zweifel. Aber weg vom Karma und hin zu beruflichen Realitäten: Warum sollten wir jemandem aus unserem Umfeld etwas Gutes tun, der noch nichts für uns getan hat (und das in absehbarer Zeit womöglich auch nicht kann)?

 

 

Weak ties

Ganz einfach: Sogenannte weak ties, also „schwächere“ Verbindungen bringen Leben in unser Netzwerk. Diese Menschen sind das Bindeglied zwischen unserem aktuellen Kundenstamm und Geschäftspartnernetzwerk und neuen Kreisen, die wir noch nicht kennen. Sie verschaffen uns den Einstieg in ihr Netzwerk und sorgen so nicht nur für Austausch, sondern auch für Aufträge und Umsätze. Was passiert, wenn wir jemanden unterstützen, der damit nicht gerechnet hätte? Er behält uns in guter Erinnerung. Im besten Fall erwähnt die Person uns sogar in Gesprächen. Und das größte Geschäft wartet bei denen, die wir (noch) nicht oder nur über unzählige Ecken kennen.

 

Doch nicht alles ist eine Frage des Umsatzes

Jedes Unternehmen wächst durch Input, neue Ideen und unerwartete Möglichkeiten. Teil des agilen Mindsets ist die Bereitschaft zur Co-Kreation und zum offenen Wissenstransfer. Ein guter Gedanke, den wir aus Angst vor Ideenklau nicht mit der Welt teilen, wird immer genau das bleiben: Ein unhinterfragtes Gedankenspiel.

„Wir lösen das inhouse.“

Das ist keine Einladung zur Industriespionage, sondern zur Zusammenarbeit, ohne für alles gleich eine Gegenleistung zu erwarten. Ihr arbeitet an einer Fragestellung und möchtet sie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten? Dann fragt die Konkurrenz. Unternehmen, die in eurem Feld unterwegs sind, können Probleme längst gelöst haben, mit denen euer Team noch immer hadert. Noch besser: Geht in den Austausch mit Unternehmen aus anderen Branchen. Wenn euer Handwerksbetrieb nach einem Mobilitätskonzept für die Zukunft sucht, dann steht deine Branche mit dieser Herausforderung nicht allein da. Ihr hast Expert*innen im Team, die befreundete Unternehmern unterstützen könnten? Dann organisiert euch in gemeinsamen Projekten. Egal wie klein der geldwerte Vorteil für euer Unternehmen ausfällt. Eure Leute werden mit neuen Einblicken, Arbeitsweisen und Verbesserungsvorschlägen zurückkommen. Und sie erleben ihre Selbstwirksamkeit an anderer Stelle neu.

Natürlich solltet ihr als Unternehmer*in an eure Belegschaft und deren Fortkommen denken. Aber genau deshalb ist es entscheidend, zu kooperieren. Vor allem wenn ihr auf Innovationen angewiesen seid (und wer ist das nicht?), müsst ihr über den Tellerrand blicken, Menschen einladen, ihnen einen Zugang zu meinen Potenzialen verschaffen, um auch selbst langfristig davon zu profitieren.

 

Viel Input in kurzer Zeit

Mit einzelnen Personen zu brainstormen, ist erst der Anfang. Wer wirklich etwas bewegen will, trifft sich in großer Runde zu einem Kernthema und macht so nicht nur als Experte für seinen Bereich, sondern auch mit inspirierenden Events von sich reden. Wie das geht, machen Veranstalter von Hackathons aller Sorten sowie Barcamps vor. Alltagsexpert*innen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und Perspektiven kommen zusammen, um zu diskutieren, in kleinen Werkstätten erste Lösungen zu erarbeiten oder an ihren Ansätzen zu feilen. Der Vorteil: In kurzer Zeit wird Wissen durch Interaktion ausgetauscht und erweitert. Ihr wendet an, statt nur in der Theorie zu verharren. Und euer Team bekommt neue Insights, für die ihr alleine lange hättet strampeln müssen.

 

Ihr wollt wissen, wie man ein Barcamp organisiert?

Ihr sucht nach anderen Kooperationsmöglichkeiten, die zu eurem Unternehmen passen?

Wir unterstützen euch gerne dabei! Schickt uns einfach eine Nachricht.

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