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Wie wollt ihr arbeiten?

Verbesserte Zusammenarbeit durch Retrospektiven

Was unterscheidet ein erfolgreiches Team von einer losen Gruppe?

x Ein gemeinsames Ziel, das für alle attraktiv ist.

x Eine verständliche Kommunikation, die alle Unklarheiten ausräumt.

x Wertschätzung für Stärken, Schwächen und Potenziale aller Teammitglieder.

x Ein Arbeitsprozess, in dem Erfolge gefeiert und Hindernisse schnell aus dem Weg geräumt werden.

 

Teams werden nicht einfach zusammengestellt. Sie wachsen, reifen und entwickeln sich weiter. Es ist wichtig, dass aus unterschiedlichen Persönlichkeitstypen starke Gemeinschaften werden können.

Eine wichtige Basis dafür ist der Austausch über Hindernisse und Erfolge in der Zusammenarbeit. Retrospektiven können dabei unterstützen. Sie bilden einen Rahmen, um Erwartungen und Enttäuschungen zeitnah zu kommunizieren. Ihr reflektiert euren Umgang miteinander und findet schneller zu konkreten Lösungen.

Wie gestaltet man eine Retrospektive?

Fünf Bausteine sind entscheidend für die Struktur einer Retrospektive:

  1. Rahmen schaffen
  2. Daten sammeln
  3. Erkenntnisse gewinnen
  4. Entscheiden, was zu tun ist
  5. Abschluss finden

1. Rahmen schaffen: Ihr braucht eine offene und ehrliche Gesprächskultur in einer Retrospektive, um Probleme ohne Schuldzuweisungen diskutieren zu können.

2. Daten sammeln: In der Retrospektive geht es um einen längeren Zeitraum der Zusammenarbeit von mindestens zwei Wochen. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den Ereignissen herstellen zu können.

3. Erkenntnisse gewinnen: Wenn ihr Herausforderungen und Stimmungen aufgenommen hat, sollen Ursachen gefunden werden. Auf diese Weise entwickelt ihr eine Strategie, um eure Strategie in der Zukunft reibungsloser zu gestalten.

4. Entscheiden, was zu tun ist: Ihr wollt in der nächsten Arbeitsphase erste Ergebnisse erzielen. Dazu ist es wichtig, dass ihr kleinschrittige Maßnahmen zur Verbesserung festlegt, statt zu viel auf einmal zu wollen.

5. Abschluss finden: Alle Teammitglieder sollen mit dem Wissen aus der Retrospektive gehen, sich mitgeteilt und Optionen zur Verbesserung entwickelt zu haben. Deshalb nehmt ihr euch Zeit für ein gemeinsames Fazit.

 

Welche Methoden könnt ihr einsetzen?

Jedes Team ist so unterschiedlich wie die Retrospektiven, die ihr gestalten könnt. Trotzdem gibt es einige Formate, die sich bewährt haben. Wir stellen euch eine kleine Auswahl vor. Weitere Infos findet ihr in dem Buch “Agile Retrospektiven” von Esther Derby und Diana Larsen.

1. Rahmen schaffen mit dem Check-in

Stellt euren Teilnehmenden eine Frage, die sie in einem Halbsatz beantworten können. Diese Aktion funktioniert ähnlich wie das Blitzlicht-Feedback. Passende Fragen wären unter anderem:
x Nenne eine Sache, die dir gerade durch den Kopf geht.
x Wenn du dein Gefühl zur Retrospektive in einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre es?
x Was erwartest du für dieses Meeting?

2. Daten sammeln mit der Projekt Lifeline

Jedes Teammitglied notiert drei Ereignisse aus dem Projektverlauf auf Klebezetteln. Diese werden in der chronologisch korrekten Reihenfolge auf einer Zeitachse angeordnet. Anschließend erhalten alle jeweils drei rote und drei grüne Klebepunkte. Diese dürft ihr hinsichtlich der positiven und negativen Ereignisse verteilen. Gemeinsam beobachtet und besprecht ihr im Team folgende Fragen: Wo gab es Ereignisse, die euch viel Energie gegeben haben und wie lassen sich diese erklären? Welche Tiefpunkte gab es und wie wurden diese ausgelöst?

3. Erkenntnisse gewinnen mit dem Ishikawa-Diagramm

Zusammen sucht ihr nun nach den Ursachen für problematische Situationen. Dazu zeichnet ihr das Ishikawa-Diagramm (Fischgräte) auf und schreibt die Herausforderung an den Kopf. Anschließend benennt ihr die Gräten mit Kategorien. Erarbeitet gemeinsam: Was sind Kategorien, die das Problem verursachen. Beispiele könnten sein: Methoden, Material, Lieferanten, Kenntnisse, Richtlinien, Prozesse. Schreibt die zu den Kategorien gehörigen Probleme an die jeweiligen Gräten. Fragt weiter: “Warum passiert das?” Stoppt, wenn ihr das Problem nicht beeinflussen könnt. Sucht nach Begriffen oder Themenclustern, die in mehr als einer Kategorie auftauchen.

4. Entscheiden, was zu tun ist, mit SMARTen Zielen

Bildet Gruppen aus maximal drei Personen um Themen, die ihr mit dem Ishikawa-Diagramm ermittelt habt. Jede Gruppe hat die Aufgabe, einen attraktiven Zielzustand zu ermittelt. Das Muster: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert zu entwickeln. Anschließend stellen sich die Gruppen gegenseitig die Ziele vor. Im Plenum erarbeitet ihr jeweils zwei Handlungsschritte für das Ziel, die ihr in der kommenden Arbeitsphase umgesetzt werden.

5. Abschluss finden mit dem ROIT

Auch die Retrospektive gehört zur gemeinsamen Arbeitweise. Ihr solltet eure Zeit bewertet, um den Nutzen für alle Teammitglieder zu eruieren. Stellt euch im Kreis zusammen und startet bei einer Person. Diese kommentiert den Return on Time Invested auf einer Skala von 1 bis 4. Die Zahlen haltet ihr reihum auf einer Flipchart fest. Wer hat die Retrospektive mit 2 oder höher bewertet? Diese Personen äußern, welche Vorteile sind von dem Meeting hatten. Wer hat die Retrospektive mit 1 oder geringer bewertet? Notiert, was die Teammitglieder gebraucht hätten, um einen größeren Nutzen daraus zu ziehen. Die Leitung bedankt sich für das Feedback und hält die Verbesserungsvorschläge für die Wiederholung fest.

 

 

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